Kunst sein. Es war einer dieser Tage. Dieser Tage eben. Einer dieser zahllosen Tage, die irgendwann unzählbar werden. Es gibt keine genaue Bezeichnung. Es wird schlimmer, umso genauer man es beschreiben möchte. "Sprich darüber, dann wird es besser, dann geht es dir besser! Hier, ein Buch, das dir helfen kann, ein Film, der dich zum Lachen bringt, Sport fördert ganz besonders das Wohlbefinden, ja, es gibt Studien darüber!"

Ich sitze da, wie immer. Selber Ort, selbe Zeit. Mittendrin. Und trotzdem irgendwie am Rand. Nichts ist anders. Der Himmel reflektiert zwar anders als gestern, aber ähnlich wie vorgestern. Ich habe heute noch nicht geraucht, meine Schachtel ist leer. Kein Umweg zum Automaten. Aber das war letzte Woche Montag auch so. Doch sonst läuft alles nach Standardplan. Die Ampel springt gleich um. Es wird Zeit. Ich kann es spüren. Um ehrlich zu sein, ich habe die Sekunden abgezählt. Es wird Zeit. Zeit eben. Zeit, die so kostbar ist und die man nutzen sollte. Man lebt nur einmal. Es gibt Bücher darüber. Und Studien auch.

Ja, man kann es sehen. Ganz deutlich. Es ist ihnen allen ins Gesicht gebrannt. Morgens um zwanzig nach sieben: Zeit ist kostbar. Schnell, schnell, schnell. Bevor sie umspringt. Jetzt ist es passiert, die Sekunden sind abgezählt. Sie stehen eingereiht, die Blicke gleich gerichtet - auf Rot. Kein Gedränge, keine besonderen Vorkommnisse. Trotz kostbarer Zeit scheinbar keine Ungeduld. Synchrones Warten. Es gibt Bücher darüber. Und Studien auch. 3-2-1 und schon geht es weiter. Wie Dominosteine. Alles läuft nach Plan.

Wendepunkt im Grün. Ich stehe auf. Vor meinem Plan.

                                              

                                - Schlicht im Konkreten -

                                       

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